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Hier finden Sie den Verlauf des Mediationsverfahrens Flughafen Wien viemediation.at chronologisch dargestellt. Ausführliche Informationen und Dokumente (Protokolle etc.) finden Sie als Anlagen.

Häufig verwendete Abkürzungen: BP = Beschlussprotokoll, PK = Pressekonferenz, SP = Sitzungsprotokoll

 

DATUM:08.07.2002
 
BETREFF:5. Sitzung AG Lärmgrenzwerte


anlagen:

NR.BETREFF
01Protokoll 5. Sitzung LGWOEFFNEN >DOWNLOAD >


AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG

In dieser Sitzung der Arbeitsgruppe wurde überhaupt nicht über Grenzwerte diskutiert und verhandelt. Diese Sitzung wurde genutzt, um erneut die seit vielen Monaten diskutierten Fragen betreffend Lärmmessungen, Lärmberechnungen, Verhältnis zwischen Dauerschallpegel und Zahl der Flugbewegungen, etc. zu erörtern. Es wurde versucht, einen gemeinsamen Informationsstand über die noch offenen und bereits geklärten Fragen zu erarbeiten. Ausführlich wurde auch das Problem der Sichtanflüge erörtert. Insbesondere wurde erneut klargestellt, dass dann, wenn ein bestimmtes Gebiet von einer Lärmzone nicht abgedeckt wird, daraus keineswegs der Schluss gezogen wird, dass dieses Gebiet nie von Fluglärm belastet wird. Es ist klar, dass bei einem Durchrechnungszeitraum von 6 Monaten ein wesentlich kleineres Gebiet in die relevanten Lärmzonen fällt, als bei einem wesentlich kürzeren Zeitraum, bezogen auf bestimmte Windrichtungen. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass bestimmte Gebiete durch Fluglärm durchaus massiv betroffen sind, dies allerdings nur relativ wenige Tage bzw. Wochen im Jahr, andere Gebiete, vor allem in unmittelbarer Nähe des Flughafens viele Monate bzw. fast ganzjährig massiv durch Fluglärm betroffen sind. Abschließend wurden die Parteien aufgefordert, bis nach dem Sommer konkrete Vorschläge für Grenzwerte für den Abend, die Nacht und gemäß dem Sydney-Modell (Überflugshäufigkeit) zu unterbreiten. In den nächsten Sitzungen ist eine sinnvolle Diskussion nur dann möglich, wenn konkrete Vorschläge vorliegen, über die dann verhandelt werden kann. Klargestellt wird auch, dass die Festlegung von realistischen und praktikablen Grenzwerten eine wesentliche Vorfrage für die Verhandlungen ist. Erst danach können sinnvoller Weise erst Entscheidungen hinsichtlich der Ausbauvorhaben des Flughafens und aktueller Maßnahmen zur Entlastung der Bevölkerung verhandelt und entschieden werden.
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